Regen, Regen, Regen und viel Hilfsbereitschaft. (7)

Herrlich die Sonne in den letzten Tagen. „Tolles Wetter hast du dir ausgesucht, Marian“, höre ich die Leute sagen. Ja, ich weiß, antworte ich und freue mich darüber. Ich bekomme aber bestimmt auch was ab auf der Reise entgegne ich. und heute: Fenster auf – Regen. Na toll. Rein in den Regenanzug. Sieht dann so aus:

Ein harter Weg. 23 Kilometer mit Nieselregen nonstop. Schön ist was anderes. Aber was tut man nicht alles, für seine Stadt?

Mindestens so ungewöhnlich, wie von Glückstadt nach Freudenstadt zu laufen, ist die Hilfsbereitschaft von Maurice, der anhielt und mir zunächst anbot, vier, fünf Kilometer mitzufahren. Ich bedanke mich freundlich, lehnte aber ab. Ich laufe 700 km zu Fuß, erklärte ich. Maurice ist begeistert und fragte mich, ob ich Wasser bräuchte – er würde welches von der nächsten Tankstelle holen. Abermals bedanke ich mich. Maurice erzählt davon, dass sein Vater in Schweden lebt und er selbst schon darüber nachgedacht habe, die 800 km dorthin zu laufen. Es ist nie zu spät, seine Ideen in die Tat umzusetzen, Maurice. Danke für deine angebotene Unterstützung.

Es wird nicht die letzte heute gewesen sein. Zu später Stunde, kurz vor Einbruch der Dunkelheit – ich habe heute getrödelt und war siebeneinhalb Stunden unterwegs, hält ein Minivan an und ein Herr, der offensichtlich mit seiner Tochter unterwegs ist, fragt mich, ob ich mitfahren möchte. Eine tolle Erfahrung und viele hilfsbereite Menschen auf meiner Strecke. Finde ich gut. So zum Beispiel auch Willhelm, der mir hier gerade die Eistee-Flasche in die Hand drückte und mir Glück wünschte für meine Reise. Aufs Foto wollte er aber nicht.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit: Ankunft.

Noch 300 Meter und ich habe meine Unterkunft erreicht:

Ich habe es geschafft. Heiße Dusche, eine warme Mahlzeit und ab in die Falle. Morgen Abend komme ich in Soltau an.

Herzliche Grüße aus Schneverdingen

Marian

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