Weinheim: Niemand zuhause. (41)

Als ich mich heute Vormittag auf den Weg mache, fotografiere ich noch einmal die Stelle, an der ich gestern Abend stand. Hier sieht man, dass das Gefälle bzw. die Anstiege zunehmen. Der Weg ins Rathaus ist steil. Als ich dort einkehre, treffe ich auf zwar auf sehr freundliche Mitarbeiterinnen in den Vorzimmern. Aber ansonsten scheint niemand „zuhause“ zu sein. Weder der OB, noch der Bürgermeister, Pressereferent, nicht einmal jemand im Personalamt. Ein wunderschönes Rathaus, mit geschichtsträchtiger Geschichte, so wie es aussieht. Aber dennoch muss ich unverrichteter Dinge abziehen.

Ich rufe in der Weinheimer Lokalredaktion an und obwohl der Redaktionsleiter sich interessiert anhört und die Aktion spannend findet, muss er mir eine Absage erteilen: Ein interner Workshop lässt keinen Freiraum für Berichterstattung. Tja, da kann man nichts machen.

Ich setze meine Reise fort. Heute sind es 18 Kilometer, die ich hinter mich bringen werde. Auf dem Weg nach Heidelberg, nehme ich Kontakt mit der RNZ (Rhein-Neckar-Zeitung) auf. Der Redakteur amüsiert sich über meine zugegeben humoristische Zusammenfassung der Reise und meint, dass es politisch in Heidelberg gerade hoch her gehe und er sich erst einmal beraten müsse. Falls Interesse bestünde, würde er sich melden.

Ich habe Zeit mich an den Sonnenstrahlen und der schönen Landschaft zu erfreuen:

Und zwei Stunden später, ich habe gerade das Hotel erreicht, klingelt das Telefon und Alexander Maisenhelder meldet sich. Die RNZ hat Interesse und ich kann morgen zur Redaktion kommen. Anschließend würden wir ein Stück gemeinsam laufen, um ein Foto am Ortsausgang von Heidelberg zu machen. Das klingt vielversprechend.

Ich freue mich sehr, checke ein, mache es mir im Hotel bequem, genieße eine Pizza und informiere meine Facebook-Gefolgschaft von der Wegstrecke, die ich überwunden habe:

Dann bereite mich auf die wohlverdiente Nachtruhe vor. Ich muss aber sagen, dass ich zunehmend Schwierigkeiten habe, in den Schlaf zu kommen. Der Dauerstress, dem meine Füße ausgesetzt sind, wirkt sich nachts aus. Ich wache häufig auf und muss sie massieren oder unter die Dusche halten, weil ich das Gefühl habe, dass sie nicht richtig durchblutet werden. Ich hoffe, dass sie noch etwas durchhalten, bevor ich ihnen längere Zeit Pause gönnen kann.

Herzliche Grüße aus Heidelberg

Marian

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