Von Hannover 96 auf den Acker. (15)

Noch immer freue ich mich über meinen gestrigen Erfolg im Rathaus. Doch nun ist es Zeit, um aufzubrechen und die nächste Etappe zu absolvieren – auf geht’s nach Adensen. Die Sonne leuchtet vom Himmel als würde sie nie etwas anderes tun. Da trifft es sich gut, dass bei diesem Fußballwetter Hannover 96 auf meinem Weg liegt.

In diesen Tagen mache ich nicht nur Glückstadt als Ganzes deutschlandweit bekannt. Auch die Glückstädter selbst und ihre Unternehmen. Heute ist Sponsor und Unterstützer Andreas Nickels und seine BTN Bauelemente Nord GmbH an der Reihe.

Also aufwärts bitte:

Und:

Im Hauptquartier der Hannoveraner 96: Hallo, mein Name ist Marian Prill, ich bin fußläufig unterwegs, um Glückstadt bundesweit bekannt zu machen und habe etwas dabei, was Ihre Einkäufer interessieren könnte. Aus der Tasche ziehe ich einen Flaschenöffner aus der „Schmiede“ von Andreas, der mit CAD-Programm und Plasmatechnik, in Kürze auch mit Laser aus Metall Fanartikel und vieles mehr machen kann.  Die Dame am Empfang finde den Flaschenöffner, der gleichzeitig ein Schlüsselanhänger ist, interessant und erklärt mir, dass der verantwortliche Mitarbeiter heute außer Haus ist. Ich soll mich bei ihm melden und werde daher mit Mail Adresse und Telefonnummer ausgestattet. Perfekt, denke ich mir. Schon am Montag wird er von mir lesen. Ich verabschiede mich freundlich, so wie es sich für einen Glückstädter gehört, und laufe weiter in Richtung Adensen.

Ich komme am wohl bekanntesten Rechtsanwalt (und einem der bekanntesten Widerstandskämpfer) aller Zeiten vorbei:

Die Blumen sind nicht von mir, obwohl ich die überlieferte Beharrlichkeit sehr schätze.

Für alle, die ihn nicht sofort wiedererkennen, er hat ja auch seine Augen geschlossen und die Brille nicht auf:

Der heutige Weg ist gesäumt von Arbeit und Telefongesprächen. Nur ab und zu kann ich innehalten und mich auf das freuen, was vor mir liegt:

Irgendwann bin ich runter von Feld- und Wanderwegen und laufe entlang der Bundesstraße. Es ist nur noch eine Stunde, bis die Sonne untergeht – der Google Navigator meint es gut mit mir und schickt mich auf immer kleinere Straßen und schließlich aufs Feld:

Ich folge brav, wie ich es hunderte Kilometer zuvor tat. Bisher haben sich Wege übers Feld als sinnvolle Abkürzungen herausgestellt. Diesmal nicht. Plötzlich stehe ich vor einer Sackgasse. Ok, ich könnte mit meinem Rucksack über den kleinen Bach springen. Doch die Sonne geht bald unter und es scheint noch eine ordentliche Strecke durch den Wald vor mir zu liegen. Dann geht es jetzt zurück. So viel ist sicher, wenn ich angekommen bin, habe ich 30 km zurückgelegt. Obwohl 26 heute auf dem Plan standen. Rückwärtsgang rein und über Stock und Stein:

Hier scheinen schon andere Wanderer gewesen zu sein:

Spurenlesen will gelernt sein.

Ich bin müde. Aber aufgeben ist nicht. Immer weiter voran. Bis ich schließlich zur Dämmerung gegen 20.30Uhr das Landhaus Adensen erreiche. Heute  weiß ich, was ich getan habe. Als ich den Rucksack abstelle, fällt mir eine Last vom Rücken. Die Gastwirtin, Heike Kühne, staunt nicht schlecht, als ich ihr erzähle, dass ich von Glückstadt in den Schwarzwald laufe: „Wieso haben Sie das nicht gleich gesagt“, fragt sie mich. „Dann hätten wir die Presse doch verständigen können.

Ich springe unter die Dusche und gehe was essen. Als ich mich gerade stärke, betritt Ortsbürgermeister Oliver Riechmann das Lokal. Heike Kühne hat ihn über meine Reise und das Glückstädter Glückwunschbuch informiert. Der Bürgermeister begrüßt mich sehr freundlich und wir plaudern eine gute Stunde. Auch Oliver Riechelmann verewigt sich im Buch. Es gibt ein Erinnerungsfoto, das ich mit einigen Infos an die Presse weiterleiten werde:

Gegrillt von der Sonne, müde vom Marsch, aber glücklich und zufrieden.

Nun geht’s aber ins Bett. Ich bleibe morgen und über das Wochenende hier. Ein Job muss dringend fertig werden.

Herzliche Grüße aus Adensen

Marian

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